Schloss Ascheberg – Tag 5

Schloss Ascheberg – Tag 5

Was bisher geschah:

Ein später Start, aber ein schöner. Das Tau tropfte langsam von der Haupttür des Schlosses, als sich ein paar wenige wagemutige Krieger und Kriegerrinnen in das flache Wasser des Plöner Sees stürzten. Während die Lieder bei „get focused“ in Harmonie zu der Abendsession erklangen, klopften die Böden und knarrten die Dielen und Türen. Das Schloss erwachte und die nicht mehr ganz so müden Seelen rollten sich langsam aus ihren Betten. Der Gong ertönte, naja eher ein Göngchen und das Frühstück begann um 8:30 auf klassische Weise mit Nutellabrötchen, Kakao und Müsli. Dabei wurde ausgiebig über den nächtlichen Mäusebesuch und die neusten Opfer des Mörderspiels gequatscht.

Für den gemeinsamen Lobpreis und das Gebet fanden sich dann alle zum „Community Start“ um 9:30 im Andachtsraum ein. In den Kleingruppen wurde dann weiter gebetet, diskutiert und das Leben geteilt.

Um die Mannschaft zu motivieren, wurde der „Chilla Milla Block“ um 10:45 angeboten. Doch konträr zum Namen des Workshopblocks reichte das Angebot von einer Kanutour zu Kanu EXTREM über Stand-Up-Paddling, sodass der Rest, der nicht dabei oder schwimmen war, mindestens genauso hungrig zum Mittagessen aufkreuzte.

Mir wurde empfohlen, zu dem Mittagessen lediglich zu schreiben, dass es einfach Mittagessen gab. Die übliche Tagesstruktur von „take a break“ und Kioskzeit wurde sehr individuell genutzt. Neue Armbänder wurden geknüpft, Perlen aufgefädelt und das Geheimnis hinter der Überraschungsaktion wurde gelüftet. Ein Tischtennisturnier! (Von den vier wackeren Krökelteams zu schweigen.) Bei dem Tischtennisturnier war alles dabei: irritierende, zähe, chaotische, strukturierte, spannende, legendäre und qualitativ einfache überwältigende Spielsätze.

Der dritte Gong, der von der Tagesleitung angeschlagen wurde, ließ beim Abendessen um 18:00 einige aufschrecken, was für großes Gelächter sorgte. Darauf folgte dann die Abendsession, die in den Gebetsbüchern vermutlich als der Abend des gemeinsamen Weinens eingehen wird. Gottes Geist hat uns dabei besonders bewegt. Wie Gottes Gnade Mauern zerbricht, klang von der Predigt noch in Vielen nach, welche persönlich erkannt hatten, was für Mauern sich zwischen ihnen und Gott befinden. Denn wenn wir anfangen, Gott um Hilfe zu bitten, wird er die Mauern zwischen uns und ihm einreißen.

So wurde noch bis spät nach der Nachtruhe geschwatzt, gebetet und genüsslich das limitierte Stockbrot am Lagerfeuer geknuspert.

Kaktus des Tages: Der Tag war etwas verregnet.

Rose des Tages:  Die Lobpreiszeit mit offenem Ende.

Written by Timo

Fortsetzung folgt…

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